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Was sind die "Stadtmenschen Wien"?

Oftmals hat man im Leben Probleme, Sorgen und Fragen und weiß eigentlich gar nicht so recht, wo man die nötige Hilfe bekommt. Man läuft von A nach B und am Ende stellt man fest, man hätte zu Z müssen.

Um den Weg abzukürzen und gleich die benötigte Hilfe zu finden, sind die „Stadtmenschen“ für die BewohnerInnen Wiens da.

In Wien gibt es mit den vorhandenen Behörden, Institutionen und Vereinen ein vielfältiges und reichhaltiges Sozialangebot. Viele Hilfesuchende sind allerdings von den zahlreichen Möglichkeiten relevanter Beratungsstellen und der Unkenntnis, welche die richtige Anlaufstelle für ihr Problem ist, überfordert.

Die „Stadtmenschen“ kennen das Wiener Sozial- und Unterstützungsnetzwerk und geben Hilfestellung. Schnell und unbürokratisch suchen die Ehrenamtlichen gemeinsam mit den Betroffenen die richtigen AnsprechpartnerInnen.

Die ehrenamtlichen „Stadtmenschen“ fungieren als Drehscheibe zwischen den WienerInnen und sozialen Angeboten.

 

Wie helfen die „Stadtmenschen Wien“?

Die „Stadtmenschen“ geben im Rahmen von Sprechstunden in bereits bestehenden Einrichtungen in Wien den KlientInnen Informationen weiter. Sie helfen unverbindlich und kostenlos. Sie nehmen sich Zeit, hören zu und helfen die richtigen AnsprechpartnerInnen für die Probleme der KlientInnen zu finden.

Hilfesuchende WienerInnen können an sechs Standorten in Wien jede Woche in die "Stadtmenschen"-Sprechstunden ohne Voranmeldung kommen.

 

Wer steckt hinter den „Stadtmenschen Wien“?

Die „Stadtmenschen“ sind ehrenamtliche WienerInnen und kommen aus den verschiedensten Lebens- und Berufsbereichen: StudentInnen, Mütter und Väter, PensionistInnen, SoziologInnen, Bürokauffrauen, JuristInnen und SozialarbeiterInnen.     Derzeit sind 50 „Stadtmenschen“ zwischen 21 und 62 Jahren tätig.

 

 

Was die „Stadtmenschen Wien“ nicht sind

Die „Stadtmenschen“ sind keine ausgebildeten SozialarbeiterInnen, PsychologInnen oder Lebens- und SozialberaterInnen. Sie unterstützen die KlientInnen beim Finden von Lösungsoptionen für ihre Probleme, lösen diese aber nicht für die KlientInnen. Die „Stadtmenschen“ sind kein umfassendes Programm zur sozialen Ermächtigung. Auch leisten sie keine finanzielle Unterstützung.

Die „Stadtmenschen“ stehen nicht in Konkurrenz zu bestehenden Sozialberatungen und ExpertInnen, sondern dienen als niederschwellige Erstanlaufstelle für unterstützungssuchende Personen.

Die „Stadtmenschen“ filtern die Anfragen der KlientInnen, informieren sie über bestehende Angebote und leiten sie zielgerichtet zu den für sie relevanten Institutionen weiter.

Mit welchen Anliegen kommen die Menschen zu uns?

Zum einen sind es Fragen, bei denen wir relativ schnell Auskunft geben können – wie z.B. Wo beantrage ich eine Rezeptgebührenbefreiung oder einen Behindertenausweis? Welche Beihilfen gibt es für Lehrlinge, StudentInnen, Familien und SeniorInnen? Wo finde ich Informationen zu kostenlosen Freizeitangeboten für Kinder/Jugendliche? Wie lässt man sich in Österreich scheiden? Ich habe Ärger mit den Nachbarn, wer kann mir helfen? KlientInnen, die aus ihrer Heimat geflüchtet sind, wollen meistens wissen, wie sie andere Menschen kennen lernen bzw. wo sie ihr Deutsch verbessern können? Wo können sie ihre bisherige Ausbildung anerkennen lassen?

Zum anderen kommen Menschen zu uns mit einem oder gleich mehreren Problemen wie Schulden, Wohnungslosigkeit, gesundheitliche Probleme und sie wissen nicht an wen sie sich wenden sollen. Da versuchen wir die Probleme zu strukturieren und für jedes den richtigen Ansprechpartner zu nennen.

Ein sehr aktuelles und häufiges Anliegen der KlientInnen ist die Frage nach kostenloser Nachhilfe und Lernbetreuung für Schulkinder, leistbarem Wohnen, Beratung bzgl. drohender Delogierung durch Mietzinsrückstände, Wohnungslosigkeit sowie Zahlungsrückstände von Strom- und Heizungskosten.

Wie werde ich ein "Stadtmensch"?

Ein „Stadtmensch“ kann jeder werden, der gerne mit Menschen arbeitet und sich ehrenamtlich engagieren will. Bevor es mit der Tätigkeit los geht, bieten wir für die zukünftigen „Stadtmenschen“ einen Kurzlehrgang in Kooperation mit den Wiener Volkshochschulen an. An drei Wochenenden gibt es Einheiten zu kommunikativen Techniken, Soziallandschaft in Wien und das Lösen von Fallbeispielen.

Nähere Informationen unter jenny.kuhn@socialcity.at

Der Lehrgang für Herbst 2017 ist bereits voll!

Nächster Lehrgangsstart: März 2018 (Vormerkungen können gerne bereits angenommen werden)

Wir suchen Personen, die

...gerne mit Menschen arbeiten und sich ehrenamtlich engagieren wollen.

...Interesse an sozialen Themen und entsprechenden AkteurInnen auf zivilgesellschaftlicher und kommunaler Ebene in Wien haben.

...eine offene und positive Haltung gegenüber Hilfesuchenden und ihren Anliegen haben.

...über Kommunikationsfreude, Geduld und Empathie verfügen.

...Verlässlichkeit und Verschwiegenheit mitbringen.

...gerne Teil eines sozial engagierten Teams sein wollen.

...selbstständiges und strukturiertes Arbeiten schätzen.

...regelmäßig Zeit zu den Sprechstunden der „Stadtmenschen“ haben.

 

Was wir bieten:

*Kurzlehrgang in Kooperation mit den VHS Wien zu Kommunikationsgrundlagen und Gesprächsführung; Sozialrechtliche Grundlagen und Einführung in die soziale Institutionslandschaft sowie Übung von Fallbeispielen und Selbstreflexion (3 Wochenenden)

*qualitative und abwechslungsreiche Workshops und Exkursionen (AMS, MA 40, Schuldnerberatung, pro Mente, ABZ*, WAFF, Integrationshaus, wohndrehscheibe, FAWOS etc.)

*eine Projektkoordinatorin als feste Ansprechperson

*regelmäßige Reflexionstreffen

*Bestätigung über Teilnahme am Lehrgang sowie am Projekt